Der Manhattan ist der elegante unter den Whiskey-Klassikern: Rye Whiskey trifft roten Wermut, abgerundet mit ein paar Spritzern Angostura. Kein Saft, keine Süße im Übermaß — nur ein perfekt ausbalancierter, spirituosenbetonter Cocktail, der seit über 140 Jahren nichts von seiner Klasse verloren hat. Hier ist das klassische Rezept und was ihn vom Old Fashioned unterscheidet.
Das klassische Rezept
- 6 cl Rye Whiskey (alternativ Bourbon)
- 3 cl roter (süßer) Wermut
- 2 Spritzer Angostura Bitters
- Cocktailkirsche (Amarena) zum Garnieren
Das klassische Verhältnis ist 2 Teile Whiskey : 1 Teil Wermut. Wer es trockener mag, nimmt etwas weniger Wermut oder greift zum „Perfect Manhattan“ mit je zur Hälfte rotem und trockenem Wermut.
Schritt für Schritt
- Ins Rührglas: Rye, Wermut und Bitters mit reichlich Eis ins Rührglas geben.
- Rühren: Etwa 20–30 Sekunden rühren, bis der Drink gut gekühlt ist.
- Abseihen: In eine gekühlte Cocktailschale (Coupette) abseihen — der Manhattan wird ohne Eis serviert.
- Garnieren: Mit einer Cocktailkirsche vollenden.
Manhattan oder Old Fashioned?
Beide sind spirituosenbetonte, gerührte Whiskey-Klassiker — der Unterschied liegt im Süßungsmittel. Der Old Fashioned wird mit Zucker gesüßt und zeigt den Whiskey pur. Der Manhattan ersetzt den Zucker durch roten Wermut, was ihm eine krautig-weinige Tiefe verleiht. Wer den Old Fashioned mag und mehr Komplexität sucht, wird den Manhattan lieben.
Der richtige Wermut
Der Wermut macht beim Manhattan fast so viel aus wie der Whiskey — spar hier nicht. Ein guter roter Wermut (etwa Carpano Antica Formula, Cocchi di Torino oder Martini Riserva) hebt den Drink deutlich. Wichtig: Wermut ist Wein und verdirbt nach dem Öffnen. Bewahre die angebrochene Flasche im Kühlschrank auf und verbrauche sie innerhalb weniger Wochen.
Welcher Rye sich eignet, liest du im Bourbon- und Rye-Überblick. Weitere Klassiker findest du in der Cocktail-Übersicht, darunter den frischen Whiskey Sour.
Häufige Fragen
Rye oder Bourbon für den Manhattan?
Traditionell Rye — seine Würze balanciert den süßen Wermut besser aus. Bourbon macht den Manhattan runder und süßer, ist aber ebenso legitim. Eine Geschmacksfrage.
Welcher Wermut für Manhattan?
Ein hochwertiger roter (süßer) Wermut wie Carpano Antica Formula oder Cocchi di Torino. Er trägt den Drink maßgeblich, deshalb lohnt sich Qualität hier besonders.
Wird der Manhattan mit Eis serviert?
Nein. Er wird auf Eis gerührt, dann aber ohne Eis in eine gekühlte Cocktailschale abgeseiht — so bleibt er kalt, ohne weiter zu verwässern.